In der SEEKISTE des Vereins...
...finden sich immer wieder interessante Sachen aus der Welt der Seefahrt.
Knoten, Spleiße, Näharbeiten aus Segeltuch, Werkzeuge und andere Kostbarkeiten aus dem maritimen Bereich, Strandgut und Treibholz...
Vereinsmitglieder haben aus aller Welt wertvolle Sachen, Geschichten oder Tüdelkram mitgebracht und in die SEEKISTE gelegt. Sogar "Skipper und Kultur" sind zu finden...
Wir sind beim Sortieren...
Traditionelles Handwerk in neuem Gewand
Das Berufsbild des Segelmachers hat sich in den letzten 40 Jahren stark verändert
Ende März 2010 konnte man in einer Pressemeldung des BIBB lesen:
Was wäre ein Zirkus ohne Zirkuszelt, das Oktoberfest ohne Bierzelte oder eine Open-Air-Veranstaltung ohne funktionelle Überdachung der Showbühne? Ohne ausgefeilte Segeltechnik gewinnt man keine Regatta, und Markisen schützen uns vor zu viel Sonne.
Überall begegnen uns Produkte, die Segelmacher/-innen und Technische Konfektionäre/-innen herstellen. Die vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Auftrag der Bundesregierung gemeinsam mit Sozialpartnern und Sachverständigen modernisierten Ausbildungsordnungen beider Berufe treten am 1. August 2010 in Kraft.
Das noch aus dem Jahr 1963 stammende alte Berufsbild des Segelmachers wurde komplett überarbeitet und modernsten technischen und wirtschaftlichen Standards angepasst.
Aufbau und Struktur der Ausbildungsordnung, Ausbildungsinhalte und Prüfungsanforderungen für Segelmacher wurden neu konzipiert. Sie beschäftigen sich während der dreijährigen Ausbildung mit der Herstellung von Segeln für unterschiedliche Bootstypen sowie mit der Herstellung und Montage von Bezügen, Planen, Zelten und Markisen. Die Auszubildenden müssen vor allem Segel zuschneiden und nähen, aber auch die praktische Arbeit "an Bord" wie Segel anschlagen und Arbeiten an Rigg und Takelage sowie Wissen über das Verhalten an Bord und den Gewässerschutz sind unerlässlich. Segelmacher pflegen zudem einen intensiven Kontakt zum Kunden und bieten auch entsprechende Serviceleistungen an.
Das war die " 1ste Kulturnacht" des Museumshafen Kappeln
... wann folgt eigentlich die zweite???Impressionen... unzensiert...
In der Palette wird geflötet
Moderator Arne und Märchenonkel Michael

Der Chor ist schon gut beisammen

Buffett war Klasse, draußen sucht Seemann Anleitung beim Feuerschlucker Stefan, um Unfälle zu vermeiden..
Bierchen und (noch) Zigarette schmecken - die Palette war sichtlich (ab)gefüllt
Was es da wohl zu sehen gibt?!

Alex und die Fidel , Skippergeschichten von Peter und Mützenparodien mit Akkordeon von Gerd
... und alle sahen so klar Kappeln bei Nacht.Was die SEEKISTE noch bietet:
Seemännische Handarbeiten
"Affenfaust" oder auch Wurfleinenknoten 
Verschiedene Größen (Preis liegt zwischen 12 und 16 Euro...)

- Anfertigung auf Bestellung

Segeltuchtaschen für Kojen oder andere Verwendung (Beispiele - Preise zwischen 30 und 40 Euro))
- Anfertigung auf Bestellung
Werkzeuge (sind noch in der Verwendung...)
- Seesack mit dem Aufdruck "Adelante"

Material: feste Baumwolle, ca. 50 cm hoch, Verschlußkordel und breites Trageband
Preis 7,50 Euro + Versand - sehr gut geeignet für Waschutensilien an Bord, Sportsachen o. ä.
- Speziell für traditionelle Holzschiffe
Stärken - abgepackt Standard 20 Stück/Beutel
Preis/Beutel von Durchmesser 10 mm - 5,00 Euro + Versand
bis Durchmesser 25 mm - 10,00 Euro + Versand
Weitere Informationen auf Anfrage
Strandgut und Treibholz
Rahmen aus Treibholz mit Hühnergott - (Preis für das Unikat 35 Euro)
Unikat, bei Bestellung ähnliche Formen
http://www.bois-flottes.com
A Flots perdus - Treibholzkunst aus Frankreich
Couples of arlesiens artist (Provence / France)
Schmuck und Tüdelkram
Hühnergötter an Lederbändern ( Preis je nach Größe 6 - 9 Euro)
Unikate - bei Bestellung ähnliche Formen
Ring und Anhänger - Feuerstein und Draht
Kollektion "RomaArt" von Romana Heyen - Feuerstein von Prora (Rügen)
Unikate - bei Bestellung ähnliche Formen
Geschichten und Seemannsgarn*
Die Achterkammer
Frank Michael Männicke E-Mail an den Autor
Das Hindernis war eigentlich nur seine Frau, die sehr viel Angst vor Wasser und vor Schiffen hatte. Die sollte das aber unbedingt auch kennen lernen. Heimlich nahm Martin Verbindung mit dem Verein auf, der das Schiff pflegte. Es gab auch schnell eine Möglichkeit - doch welches Argument gebrauchen, um die Frau zu überzeugen. Der Skipper bot Martin die geräumige Kammer im Achterschiff an, da es ja einem Neuling immer alles so eng vorkommt. Stolz erzählte Martin dann seiner Frau den Urlaubsplan. Sie war sehr skeptisch. Als er dann sagte, dass sie auch die „Achterkammer“ bekommen, fing seine Frau fast an zu weinen. "Was, auf ein Schiff und dann noch mit acht Leuten in einem Raum?"... Die Sache klärte sich schnell auf. Heute keine Frage mehr. Beide fahren regelmäßig und tragen damit ein kleines Stück dazu bei, maritime Traditionen zu pflegen.
Wie Seemannsgarn entstehen kann
Frank Michael Männicke E-Mail an den Autor
Besonderen Spaß machen aber die Ausfahrten mit den Gästen. Die Skipper lassen sich in der Regel viele nette Dinge einfallen, um die ja meist nicht für größere gastronomische Versorgung eingerichteten Schiffe zum Erlebnis zu machen und sogar für kulinarische „Leckerheiten“ zu sorgen.
Das reicht vom maritimen Abendmenue für 25 Personen, gezaubert in einer zwei Quadratmeter großen Kombüse, bis hin zum leckersten Eintopf, den es je in MeckPomm gegeben hat. Voller Inbrunst kann dann der Smutje den erstaunten Damen und anwesenden Hausfrauen erklären, wie man bei Windstärke Sechs bei der Einfahrt nach Rostock mit dem entsprechenden Seegang die Kartoffelsuppe gehindert hat, aus dem an den "Herdklampen" befestigten Topf zu entweichen oder dass der gereichte Kuchen nach den Rezepten der Urgroßmutter des Skippers gebacken wurde.
Der absolute Renner war aber der Salbeiwein. Richtig in einer alten, mit Korb umflochtenen bauchigen Flasche aufbewahrt, dann zum Ausschenken in eine auf dem Deckshaus angebundene Flasche mit Hahn umgefüllt. Das Geheimnis: frische Salbeiblätter, mit Landwein aus dem Tetrapack angesetzt, drei Wochen ziehen lassen, gut gekühlt serviert. Die Menge und Mischung sollte man je nach Geschmack selbst ausprobieren. Hat angenehme verdauende Wirkung und einen echt spezifischen Geschmack. Nach anfänglicher Skepsis bei den Gästen entwickelte sich eine regelrechte Euphorie für das Getränk. Man gab ihm einen "mediterranen Charakter", lobte seine "erhellende Wirkung", befand ein Wohlbefinden nach dem Genuss. Das gab dem Affen dann richtig Zucker. Nach drei Tagen Hanse Sail wurde dann die letzte Gruppe mit einer fast abenteuerlichen Version konfrontiert:
Das Weinrezept geht zurück auf eine sehr interessante Begegnung auf einem Seglertreffen in Brest. Man hatte dort auf Einladung der Besatzung einer englischen Zollyacht einen maritimen Trödelmarkt besucht und nach zähen Verhandlungen die Seekiste eines bretonischen Fischers aus dem 19. Jahrhundert (1853) erstanden. Bei näherer Untersuchung der Kiste hatte man dann in einem Geheimfach ein Tagebuch eben dieses Fischers entdeckt - in altem Bretonisch geschrieben. Ein Lehrer aus dem Ort hat dann Passagen übersetzt, wobei da auch das Rezept für Salbeiwein eine Rolle spielte. Den haben die Fischer bei ihren längeren Törns mitgenommen, um Krankheiten vorzubeugen... usw. usw.
Voller Inbrunst wurden die Details noch ausgebaut. Die Geschichte wurde dankend aufgenommen... Auf alle Fälle war am Ende der gesamte Weinvorrat aufgebraucht, natürlich immer in dem Gedanken, maritime Traditionen nachvollzogen zu haben. Käpt`n Blaubär hätte seine helle Freude an uns gehabt.
* Auf die Frage eines Mitseglers auf der Hanse Sail, ob es denn wirklich Seemannsgarn gäbe, antwortete Bootsmann Thomas mit ganz treuen blauen Augen: "Natürlich! Was glauben Sie denn, woraus wir unsere guten Pullover stricken!"